Auf der Suche nach einem Ziel für eine Städtereise in Europa bin ich im Internet auf Danzig gestossen. Diese Stadt, von manchen als Perle der Ostsee bezeichnet, liegt im Norden Polens direkt an der Danziger Bucht. Leider habe ich für die Anreise keinen Direktflug aus der Schweiz nach Danzig gefunden. So habe ich mich für eine etwas längere, aber sehr interessante Anreise entschieden.

Mit Flugzeug und Zug von Zürich nach Danzig

Mit dem Flugzeug ging es zunächst in zwei Stunden von Zürich nach Warschau. Von hier aus hätte ich in weniger als einer Stunde nach Danzig weiterfliegen können. Getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ bin ich jedoch mit dem Zug vom Bahnhof der polnischen Hauptstadt, Warszawa Centralna, zum Bahnhof Gdansk Glowny in Danzig gefahren. Die 2,5-stündige Fahrt führte mich durch wunderschöne Landschaften im nördlichen Polen. Gleichzeitig hatte ich so die Möglichkeit, die Einwohner Polens besonders nah zu erleben.

Gut zu Fuss zu erkunden – Danzigs Sehenswürdigkeiten

Danzig

Ein typisches Gässlein in Danzig.

Das von mir gebuchte Hotel hat eine hervorragende Lage am Ufer der Mottlau und am Rande der Altstadt. Von hier aus lassen sich Danzigs Sehenswürdigkeiten gut zu Fuss erkunden. Die Altstadt mit ihren zahlreichen Cafés und Restaurants liegt einen Katzensprung entfernt. Der Blick aus dem Fenster meines Hotelzimmers erlaubte mir einen Blick auf den Fluss und das gegenüberliegende „Nationale Maritime Museum“. Es ist in einem historischen Speichergebäude untergebracht, das sich auf der Insel Ołowianka mitten in der Mottlau befindet. Das Museum ist in verschiedene Bereiche unterteilt: Dazu gehören das Zentrum für maritime Kultur, das Schiffsmuseum Sołdek und das Fischfangmuseum. Bei einem Besuch bietet sich ein Spaziergang über die Insel an. Sehenswert ist dort auch das Gebäude der Baltischen Philharmonie. Die Konzerthalle wurde in den Jahren 1996 bis 2002 gebaut und liegt direkt am Flussufer.

Spaziergänge durch das wunderschöne Danzig

Danzig von oben mit der Marienkirche links hinten

Nach meiner Ankunft in Danzig habe ich mir zunächst das sehenswerte Bahnhofsgebäude angeschaut. Dieser im Jahre 1900 fertiggestellte Bau wurde nach der kompletten Zerstörung im Krieg in seinem ursprünglichen Stil wiederaufgebaut. Mit seinen vielen Verzierungen an der Fassade und dem hohen Uhrenturm gehört der Bahnhof aus meiner Sicht zu den interessantesten Gebäuden der Stadt. Ich habe dort eine tolle Atmosphäre erlebt, als ich mir nach der Ankunft noch Zeit zum Entspannen genommen habe. Von einer Bank aus habe ich die Reisenden sowie die an- und abfahrenden Züge beobachtet. Mein erster Spaziergang nach der Ankunft führte mich vom Bahnhof über eine kleine Insel im Kanal Raduni zunächst zur Katharinenkirche. In dem Steinbau aus dem 13. Jahrhundert befindet sich neben den Gebetsräumen auch ein Uhrenmuseum. Nach einem Abstecher zur Johanneskirche erreichte ich das Hotel.

Ziel meines nächsten Spaziergangs waren die Marienkirche, das historische Museum und die Akademie der Künste am westlichen Ende der Piwna-Strasse. Die imposante Marienkirche ist eine der grössten Backsteinkirchen nördlich der Alpen. Sie bietet Platz für bis zu 25.000 Menschen. Das historische Museum liegt in der Dluga-Strasse im sogenannten Rechtsstädtischen Rathaus. Es zeigt historische Gegenstände, die aus der Zeit vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert stammen. Weitere Abteilungen des Museums sind in unterschiedlichen Gebäuden der Stadt untergebracht, beispielsweise im nahegelegenen Artushof. Das Hauptgebäude der Akademie der Künste befindet sich in einem wunderschönen historischen Bau, der vom Stil her dem Bahnhof ähnelt. Die Verzierungen an der Fassade und die reich geschmückten Giebel mit ihren kleinen Türmchen verleihen dem historischen Gebäude ein beeindruckendes Aussehen. Wenn Sie Spass am Fotografieren haben, sollten Sie bei einer Reise nach Danzig für genügend Platz auf Ihren Speicherkarten und volle Batterien sorgen. In nahezu jeder Strasse werden Sie tolle Motive finden.

Für das leibliche Wohl ist in der Altstadt ausreichend gesorgt. In nahezu jeder Strasse befinden sich Kaffeehäuser und Restaurants. Lassen Sie es sich nicht nehmen, die einheimischen Spezialitäten wie traditionelle Piroggen mit deftiger oder süsser Füllung zu probieren. Als Vorspeise bietet sich eine Danzig Zurek, eine saure Suppe, an. Ebenfalls empfehlenswert sind die vielen leckeren Fischgerichte mit frischem Fisch aus der nahen Ostsee.

Bernstein – das Gold der Ostsee

Die polnische Ostseeküste ist berühmt für ihren Bernstein, auch „Gold der Ostsee“ genannt. Tatsächlich handelt es sich hierbei um Millionen Jahre altes fossiles Harz. Es wird in gehärteter Form zur Schmuckherstellung verwendet oder in einzelnen Steinen verkauft. Die reichhaltigste Auswahl an Bernstein finden Sie in den Geschäften rund um die Marienkirche, etwa in der Mariacka-Strasse. Alles Wissenswerte über den honigfarbenen Edelstein erfahren Sie im Bernsteinmuseum. Es liegt wenige Minuten von der Akademie der Künste entfernt in der Targ-Węglowy-Strasse.


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